Endlich: Meer von Nahem – zusammen mit ziemlich vielen Steinen

Auch wenn ich fand, dass wir zu kurz in Jerusalem waren – ich mag das Meer schon auch sehr. So war es für mich ganz passend, dass wir von Jerusalem aus nach Cäsarea Maritima fuhren. Die Fahrt dorthin führte erneut durch wesentlich mehr “Grün” als ich “insgesamt” erwartet hätte auf dieser Reise. So sah es in Cäsarea Maritima aus:

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In Jerusalem war doch noch mehr?

Stimmt natürlich. Allerdings haben wir bestimmt dennoch wesentlich weniger gesehen als denkbar. Schließlich waren wir “nur” zwei ganze Tage dort. Wir sahen nichtsdestotrotz wohl alle “wichtigen” Highlights. Neben den bisher schon gezeigten Sehenswürdigkeiten waren wir unter anderem in der Grabeskirche:

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Gastbeitrag von Monika: Israel-Palästina – Teil IV

Das vorgesehene Thema an diesem Abend war: Von liberal bis ultraorthodox: Frauen im Judentum. Judith sollte uns die Kontakte vermitteln. Am Abend stellen wir fest, dass Judith nur eine Frau mitgebracht hat, eine Freundin, 89 Jahre alt. Sowohl Judith als auch die Freundin bezeichnen sich als nicht religiös.

Unsere anfängliche Verstimmung wandelt sich schnell, als wir Deborah kennen lernen und aus ihrem reichen und bewegten Leben hören: In Wien geboren, 1938, als Österreich an Deutschland angeschlossen wird, Teil der zionistischen Jugendbewegung. Sie wandert 1940 aus und wird eine Kibbuz Pionierin und später die Mutter des deutsch-israelischen Jugendaustausches. Sie ist eine Zeitzeugin der Geschichte Israels in all ihren Epochen. Heute lebt sie in einer Art Kibbuz für Alte. Alle, die können, haben Aufgaben. Levi, 75 Jahre alt, ist der Direktor. Zum Schluss sagt sie:

„Deutsch ist die Sprache, in der ich zuhause bin, die Musik ist meine, die Landschaft ist meine.“

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Es ist wieder passiert.

Meine ursprüngliche Idee war ja, gestern zu veröffentlichen, was mir auf dem Rückweg vom Zoo ins Hotel passiert ist. Da jedoch geschah dies:

“Leben ist, was passiert, während Du eifrig dabei bist, (andere) Pläne zu machen”
(wird entweder John Lennon oder Goethe zugeschrieben)

Daraufhin dachte ich, ich mache es mir einfach und veröffentliche den nächsten Teil des Gastbeitrags von Monika. Dessen erster Satz lautet:

“Das vorgesehene Thema war: Von liberal bis ultraorthodox: Frauen im Judentum.”

Was mich dahin brachte, danach zu schauen, ob es bei Wikipedia oder sonstwo im Internet Informationen zu liberalem oder/und (ultra-)orthodoxem Judentum gäbe. Gibt es – wie an den Verlinkungen erkennbar wird. Anschließend las ich mich dann zum Stichwort “Frauen im Judentum” fest. Was zur Folge hatte, dass sich das obige Zitat wieder einmal bestätigte und gestern schlicht keine Veröffentlichung statt fand. Ich ergänze das dann heute mit dem Bericht über drei mir dazu passend erscheinende Szenen, bevor dann demnächst der nächste Teil von Monikas Gastbeitrag erscheint: (weiterlesen …)

Impressionen vom biblischen Zoo in Jerusalem

Auch wenn der Zoo letztlich deutlich weiter weg war als mein Routenplaner das ursprünglich mal behauptet hatte – ich fand immer wieder nette Menschen, die mir weiter halfen. So kam es dann, dass ich auch wirklich ankam, wo ich hin wollte. Hier einige fotografische Eindrücke:

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Mit dem Fahrrad in Jerusalem

Sowohl der (englischsprachige) Busfahrplan für Israel als auch die israelische Bahn ließen den Eindruck bei mir zurück, dass ich wohl einen individuellen Weg finden müsste, um in den biblischen Zoo zu gelangen. Ob es eventuell auch palästinensische öffentliche Verkehrsmittel gibt bzw. gegeben hätte, blieb mir verschlossen. Ich würde das zumindest in Jerusalem für möglich halten. Statt dessen begegnete ich etwas Anderem: einem (wieder mal) hilfsbereiten (und kompetenten) Reiseleiter, dem es gelang, mein Anliegen an einen Mitarbeiter des Hotels weiter zu leiten, in dem wir übernachteten. Und siehe da, der Cousin dieses Mitarbeiters war bereit, sein Fahrrad her zu leihen! :) Los geht´s / ging´s:

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Gastbeitrag von Monika: Israel-Palästina – Teil II

Gleich zu Beginn bekamen wir ein Gespür für palästinensische Lebenswirklichkeit. Wir haben die erste Nacht in Ramallah übernachtet und hatten am ersten Abend ein Gespräch mit Dr. Rema Hammami vom „Institute of Women´s Studies“ der Birzeit Universität zum Thema „Gender and Development“. Sie begrüßte uns mit:

“Welcome to occupied Palestine.”

Und inmitten eines engagierten und beeindruckenden Vortrags eine der Herausforderungen bezüglich des Rollenbildes eines Mannes, die ich so noch nie gehört habe: Palästinensische Männer müssen lernen, dass sie die klassische Rolle, Beschützer und Versorger der Familie zu sein, nicht erfüllen können. Sie müssen lernen, wie sie Mann sein können inmitten permanenter Demütigung. „Palestinian men have to learn, how to be man with permanent humilation.“ Die neue Männlichkeit besteht darin, zu lernen, der Erniedrigung zu widerstehen.

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Gastbeitrag von Monika: Israel-Palästina – Teil I

Es war lange her, dass ich das letzte und einzige Mal in Israel-Palästina gewesen war. Ich war vielleicht 27 Jahre jung und war dort zusammen mit unserer Vikariats-Ausbildungsgruppe. Irgendwann wollte ich dort wieder hin und eines Tages las ich die Ausschreibung einer Israel-Palästina-Studienreise, konzipiert und verantwortet von der landeskirchlichen Frauen- und Familienarbeit, der ich mich verbunden fühle und deren Kompetenz ich schätze. Das Konzept sprach mich an, die Leitung verhieß einen Focus, der mich interessierte: Feministische- und Befreiungstheologie, Andachten und spirituelle Impulse, palästinensische und israelische Erfahrungen, die Situation von Frauen damals und heute und das immer aktuelle Thema der Geschlechtergerechtigkeit. Ich meldete mich an und erlebte vom 10. bis zum 20. April 2013 eine intensive und beeindruckende Zeit, mit Erfahrungen und Begegnungen, die mich dankbar machen und die lange weiterwirken werden.  (weiterlesen …)

Yad Vashem und die Frauen

KorczakWir wurden “vorgewarnt” – in der Vorbesprechung hieß es, Yad Vashem wäre emotional anstrengend.

Auch das hier derzeit öfter zitierte Buch Israel, um Himmels willen, Israel von Ralph Giordano widmet diesem Ort ein ganzes Kapitel. Interessant an seiner Auseinandersetzung mit diesem Ort fand ich die Wiedergabe des Gesprächs, in dem es in der Gedenkstätte neben den Märtyrern vor allem um die sehr deutliche Präsenz von Helden ging. (weiterlesen …)

Ein Denkmal und ein Name: Yad Vashem – Biblische Blicke

YadVashem_1Diese “Brücke” führt nirgendwo hin und ist daher vielleicht auch eher ein Tor? In jedem Fall ist sie/es wohl eines der Monumente, die Yad Vashem kennzeichnen. Auf diesem findet sich ein Zitat aus Ezechiel/Hesekiel 37,14:

I will put my breath into you and you shall live again, and I will set you upon your own soil …

Keine Ahnung, welche Übersetzung da die Zutreffendste ist – wenn ich entsprechende Übersetzungsprogramme aus dem Internet bemühe, bekomme ich jeweils eindeutig andere Schriftzeichen übersetzt. Daher habe ich hier schlicht abgeschrieben, was an lateinischen Buchstaben erkennbar war. (weiterlesen …)